Die Version installierter Pakete im Terminal herausfinden

Kürzlich sollte ich einem Administrator die Version der VMware-Tools mitteilen, die auf meiner virtuellen Maschine installiert waren. Allerdings war (und ist) mir kein Befehl bekannt, mit dem ich diese Informationen direkt von Programmen des Paketes erhalten kann. Es ist aber möglich, die Version des installierten Paketes über den Debian Paketmanager (dpkg) zu ermitteln (UbuntuUsers-Forum).

Dazu lässt man sich zunächst (mit Hilfe von dpkg) eine Liste von Kurzbeschreibungen aller installierten Pakete ausgeben. Mit Hilfe von grep lässt man allerdings nur diejenigen Zeilen anzeigen, in denen der Namen des Paketes vorkommt (in meinem Falle open-vm-tools):

dpkg -l | grep open-vm-tools

In der Ausgabe kann man dann die Version ablesen:

ii  open-vm-tools  2012.05.21-724730-0ubuntu2  i386  tools and components for VMware guest systems (CLI tools)

In meinem Falle konnte der Administrator die virtuelle Maschine problemlos über den vSphere-client neu starten.

Drucker installieren, der an den USB-Port einer FRITZ!Box angeschlossen ist

Meinen Drucker (Brother HL-5270DN) habe ich direkt an den USB-Anschluss meines WLAN-Routers (AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7270) angeschlossen. Zum einen musste ich dadurch keine Kabel verlegen, zum anderen kann ich den Drucker von jedem Rechner im Netzwerk aus verwenden. Wie man den Drucker unter Ubuntu Linux 13.10 installiert, zeige ich in der folgenden Anleitung.

  1. Zunächst wählt man in den Systemeinstellungen den Bereich „Drucker“ aus.
    Der Bereich "Drucker" in den Systemeinstellungen von Ubuntu.
    Der Bereich „Drucker“ in den Systemeinstellungen von Ubuntu.
  2. Nachdem man auf „Hinzufügen“ geklickt hat, kann man den Drucker im Netzwerk suchen. Als Host gibt man dabei fritz.box (oder alternativ die IP-Adresse 192.168.178.1) ein. Falls man eine zweite FRITZ!Box betreiben sollte, können Hostname und IP-Adresse anders sein.
    Suche des Druckers im Netzwerk.
    Suche des Druckers im Netzwerk.
  3. Im Anschluss sollte der Drucker gefunden werden (hier als „JetDirect (fritz.box)“).
    Drucker wurde im Netzwerk gefunden, und wird als "JetDirect (fritz.box)" angezeigt.
    Drucker wurde im Netzwerk gefunden, und wird als „JetDirect (fritz.box)“ angezeigt.

    Wird der Drucker nicht gefunden, sollte man zunächst in den Verbindungsinformationen der eigenen FRITZ!Box nachsehen, ob der Drucker korrekt angeschlossen ist.

    In den Verbindungsinformationen auf der Startseite der FRITZ!Box sollte der Drucker als USB-Gerät aufgeführt sein.
    In den Verbindungsinformationen auf der Startseite der FRITZ!Box sollte der Drucker als USB-Gerät aufgeführt sein.

    Anstatt den Drucker zu suchen, kann man auch direkt die Adresse des Druckers (socket://fritz.box:9100) eingeben.

    Die direkte Eingabe der Drucker-Adresse kann die Suche im Netzwerk ersetzen.
    Die direkte Eingabe der Drucker-Adresse kann die Suche im Netzwerk ersetzen.
  4. Nun muss man nur noch die richtiger Drucker-Treiber auswählen.
    Auswahl der Drucker-Treiber.
    Auswahl der Drucker-Treiber.
  5. Im Anschluss steht einem der Drucker zur Verfügung.
    Einstellungen des neu installierten Druckers.
    Einstellungen des neu installierten Druckers.
  6. Nun muss nur noch überprüft werden, ob alle Einstellungen korrekt sind. In meinem Falle musste ich noch den doppelseitigen Druck (DoplexNoTumble: drehen an der langen Seite) sowie den Toner-Sparmodus aktivieren.
    Druckeroptionen für den Drucker "Brother HL-5270DN".
    Druckeroptionen für den Drucker „Brother HL-5270DN“.

Absturz von Ubuntu mit der Fehlermeldung „GPU lockup“

Kürzlich habe ich Ubuntu 13.10 auf meinem Rechner installiert. Beim Aufruf der Dash ist das Sysem allerdings das ein oder andere Mal komplett eingefroren oder abgestürzt. Nach einiger Zeit erschien folgende Fehlermeldung:

GPU lockup – switching to software fbcon

Der Begriff „GPU“ in der Fehlermeldung hat mir zu verstehen gegeben, dass es sich um ein Problem mit meiner Grafikkarte handelt. Da ich eine Nvidia Grafikkarte habe, habe ich über das Paket nvidia-current die proprietären Treiber installiert. Seither läuft das System ohne Absturz.

Ubuntu ISO-Dateien nach dem Download überprüfen

Nach dem Download von Ubuntu (oder anderer Dateien aus dem Internet) überprüfe ich immer, ob die Datei(en) korrekt heruntergeladen wurde(n). Eine Möglichkeit ist, die MD5-Summe der ISO-Dateien zu berechnen.

Unter Linux steht dazu der Befehl md5sum zur Verfügung

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# MD5-Summen aller *.iso-Dateien berechnen und in md5sums.txt schreiben:
md5sum *.iso > md5sums.txt
# Inhalt der Datei anzeigen:
cat md5sums.txt

Als Ausgabe bekommt man z.B.:

8d72e2db7e72e13813731eab37a14d26  ubuntu-13.04-desktop-amd64.iso
5d5d1a7da2a0659b163d4f8bd70fbe6f  ubuntu-13.04-desktop-i386.iso
21ec41563ff34da27d4a0b56f2680c4f  ubuntu-13.10-desktop-amd64.iso
d0508f909c2c71d96aeac5efb0329b33  ubuntu-13.10-desktop-i386.iso

Unter MacOSX steht dazu der Befehl md5 zur Verfügung

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# MD5-Summen aller *.iso-Dateien berechnen und in md5sums.txt schreiben:
md5 *.iso > md5sums.txt
# Inhalt der Datei anzeigen:
cat md5sums.txt

Als Ausgabe bekommt man z.B.:

MD5 (ubuntu-13.04-desktop-amd64.iso) = 8d72e2db7e72e13813731eab37a14d26
MD5 (ubuntu-13.04-desktop-i386.iso) = 5d5d1a7da2a0659b163d4f8bd70fbe6f
MD5 (ubuntu-13.10-desktop-amd64.iso) = 21ec41563ff34da27d4a0b56f2680c4f
MD5 (ubuntu-13.10-desktop-i386.iso) = d0508f909c2c71d96aeac5efb0329b33

Nun muss man nur noch die ermittelten Summen mit den erwarteten Summen vergleichen. Leider werden auf der Downloadseite von Ubuntu nicht mehr standardmäßig die MD5-Testsummen bereitgestellt. Allerdings gibt es eine Seite mit allen bisherigen Testsummen für Ubuntu.

Rar-Archive unter MacOSX entpacken

Manchmal findet man ein altes RAR-Archiv auf der Festplatte oder lädt ein solches aus dem Internet herunter. Standardmäßig ist unter MacOSX kein Programm vorhanden, mit dem man diese Archive entpacken kann. Allerdings findet sich in den MacPorts das Programm unrar, mit dem man diese Archive entpacken kann. Installieren kannst Du unrar über die folgenden Terminal-Befehle:

# Erstmal die Paketquellen aktualisieren:
sudo port selfupdate
 
# Schauen, ob unrar (noch) in den Quellen zu finden ist:
port search unrar
 
# unrar installieren
sudo port install unrar

Falls Du MacPorts nicht verwendest, kannst Du Dir auch die entsprechenden Dateien aus dem Internet herunterladen: UnRar (Terminal-Version), UnRarX (mit grafischer Benutzer-Oberfläche)

Danach steht Dir im Terminal der Befehl unrar zur Verfügung. Wenn Du diesen Befehl ohne Parameter eingibst, erscheint die Hilfe zu unrar.

# Hilfe zu unrar anzeigen
unrar

Zum einfachen entpacken eines Archivs kannst Du folgenden Befehl verwenden:

# Archiv names "datei.rar" entpacken
unrar e datei.rar